Der Plan zum Plan: Konzepte schreiben

Schatt2Haben Sie sich auch schon mal darüber gegrübelt, wie Ihre gute Idee in 1500 Zeichen passen soll? Welche drei Ziele im Projekt Ihre wichtigsten sind? Und was um Himmels Willen eine Disseminationsstrategie ist? Keine Bange, das sind meine liebsten Herausforderungen!

Ich kann es nicht anders sagen als: Ich liebe Konzepte und Anträge schreiben. Für eine Selbsthilfegruppe habe ich noch nicht genügend andere Verrückte gefunden, weil diese Eigenschaft anscheinend nicht allzu verbreitet ist. Also nutze ich meine guten Eigenschaften als Buchstabenmensch – mit ausgeprägtem Faible für Antragslyrik – und lasse Andere davon profitieren.

Zum Beispiel als Teil einer Fortbildungsreihe im TMBJS unter dem Titel “Konzepte in der Jugendarbeit”. Da kann man Lustiges beobachten. Die Teilnehmerschaft teilt sich nach etwa drei Minuten in zwei Hälften: Die eine guckt aufgrund meiner Begeisterung für das Thema irritiert, weil sie noch keine Erfahrungen mit Konzepten hat und das nicht nachvollziehen kann. Und die andere ist nicht minder irritiert, genau weil sie schon Erfahrungen hat … Herrlich. Man könnte meinen, meine Begeisterung wächst mir spiralenförmig aus dem Kopf – so zeigt es das Beamer-Schatten-Bild zumindest. : )

Aber auch “richtige” Förderanträge mit hohen Fördersummen und zum Teil mehrjährigen Personalförderungen sind genau nach meinem Geschmack. Hier kommen mir die vielen erfolgreich bewältigten Fragen vergangener Projektanträge zu Gute, denn sind wir doch mal ehrlich: Die Zahl der kreativen Fragestellungen seitens der Fördergeber ist endlich, und zu Qualitätssicherung, Diversity oder Öffentlichkeitsarbeit ist oftmals eine passgenaue Antwort schnell entworfen. Bleibt mehr Zeit, damit ich mich auf die kreativen Teile konzentrieren kann: Wo liegt die Problemlage, die behoben werden soll? Welche Methoden sollen dazu eingesetzt werden? Und warum das Ganze eigentlich?

Antragszeiten sind mit die schönsten Zeiten im Jahr. 🙂 Verrückt, ich weiß. Wer will auch mal?