Unterwegs in Thüringen: zwischen Bicolor und Mitbestimmung

20180403_203143_resized2Die schönsten Herausforderungen Thüringens liegen ja bekanntlich jenseits der mittelthüringischen Städtekette. (Perlenkette nennen sie auch manche. Oder Großparkplätze an der A4.) Wie auch immer man zum Spannungsfeld von urbanen Gebieten und ländlichen Räumen stehen mag: ernsthaft urban ist in Thüringen sowieso eigentlich nur: richtig, Leipzig (ein vielzitierter Witz).

Was hört man nicht alles über den ländlichen Raum oder glaubt alles selbst zu wissen. Amüsant ist wie immer die Auseinandersetzung durch eigene Anschauung. Das Thema Bicolor-Frisur zum Beispiel. Ein oft zitiertes und liebevoll gehegtes Vorurteil über Damen in bestimmten Landkreisen, ist mir (zugegeben leider) auf meinen Touren in der thüringischen Weltgeschichte noch gar nicht so häufig aufgefallen, als dass es zur Bestätigung eines Vorurteils ausgereicht hätte. Vielleicht ist das aber auch nur eine Frage der 90er – die sind nun also auch in der gesamten Fläche Thüringens vorbei. Immerhin.

Stattdessen tut sich so manches, das sich durchaus zu entdecken lohnt. Da gibts WLAN in gesamten Ortschaften, Mitbestimmungsvorhaben für Groß und Klein oder ein ganzer Landkreis, der sich zur jugendgerechten Kommune entwickeln will. Soll mal keiner sagen, auf dem Land wäre nichts los. Es braucht manchmal einfach nur etwas länger, bis es an die Landesöffentlichkeit gelangt. Da helf ich doch gern. Mit Worten und Taten.